Strullendorf

Die oberfränkische Gemeinde Strullendorf im Landkreis Bamberg zählt etwa 7800 Einwohner und liegt mit ihrer prächtigen, von großen, alten Bäumen gesäumten Lindenallee in einem Tal. Das umliegende Kiefern Waldgebiet ist der Hauptmoorwald, der zum Teil von der US Armee als Truppenübungsplatz genutzt wird.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Strullendorf im Jahre 1247 im Zusammenhang mit Heinrich I. Von Biversheim. Bis zum 16. Jahrhundert war der Tocklerhof Besitz der Tocklers, einer Patrizierfamilie aus Nürnberg. Gemeinsam mit der Waldbienenzucht war der Hof damals edeutend für die Wirtschaftslage im Dorf. Der Name Strullendorf leitet sich vom Namen eines fränkischen Edelfreien Strollo ab. Heute heißt das Maskottchen der Gemeinde, ein Teddybär ebenfalls Strollo.

Die gut ausgebauten Radwege machen die Gegend um Strullendorf zu einem Anziehungspunkt für naturliebende Ausflügler und Erholungssuchende.

Die Gemeinde ist zwar klein, doch kann sie mit gleich vier Brauereien und einer Lohnbrauerei aufwarten. Der Fachbegriff Lohnbrau bedeutet, dass diese Brauerei neben der eigenen Biermarke auch fremde Sorten fränkisches Bier anbietet. Neben den Brauereien gibt es zahlreiche Gasthäuser mit reichlicher Auswahl an Speisen und Getränken und der Möglichkeit zu übernachten. Recht preisgünstige Gästezimmer oder Pensionen stehen für ein längeres Verweilen zur Verfügung. Kullinarisch gibt es vom urigen Franken mit deftiger Küche bis hin zum Italiener für jeden das Richtige.

Die Strullendorfer Bierkellerrunde

Eine Radtour der besonderen Art verläuft abseits öffentlicher Straßen aus separaten Radwegen. Markiert ist die Strecke mit einem Logo, ein Fahrrad mit Bierkrug und Sonne.

Er ist besonders für Familien mit Kindern geeignet, da er leicht zu befahren und kaum Höhenunterschiede hat. Start ist die Hauptsmoorhalle in Strullendorf, wobei diese Rundstrecke mit 1,5 Stunden Fahrzeit an verschiedenen Stellen begonnen werden kann. Das besondere der sogenannten Bierkellerrunde: Es liegen direkt an der Route insgesamt 15 Bierkeller, Gaststätten und Brauereien bzw. sind sie durch einen kurzen Abstecher rasch zu erreichen. Hinweistafeln lotsen den Ortsunkundigen und sogar für den Fall einer Panne ist mit der Hilfe lokaler Fahrradhändler zu rechnen. Ob man sich nun in den Bierkellern aufhält oder nicht, durchaus idyllisch führt die Fahrradtour durch Wald und Feld bis Amlingstadt, vorbei an einem Fischteich bis Rossdorf am Forst. Kurz vor dem Ort Geisfeld, wo der Anschluss an eine andere Route ist, muss eine kleine Steigung bezwungen werden, ehe der höchste Punkt erreicht ist. Nach einer leichten Rechtskurve überquert die Bierkellerrunde die Straße nach Bamberg und führt auf gut befahrbaren Waldwegen durch den Hauptsmoorwald. Unterwegs kommt man am „Hubertusbrunnen“ vorbei. Folgt man der Beschilderung und überquert den Sendelbach, der ein reizvolles, mooriges Riedgrasgelände durchfließt, liegt links ein kleiner Waldteich. Und durch den Wald geht es zurück bis zum Ausgangspunkt am Ortsrand von Strullendorf.